Saubere Küsten & mehr Fische.

Die Küsten von Plastik Müll befreien und gleichzeitig dem Unterwasserleben Zeit geben für die Regenerierung—das ist der Sinn und die Vision des Projektes AMORGORAMA. Mit deiner Hilfe wird es Realität.

AMORGORAMA

Werde ein Teil vom Schwarm.

Ein Projekt des Vereins der Berufsfischer Amorgos

Die Buchten von Plastik befreien und den Fischen ihre Zeit geben. Mit diesem Konzept wollen die Fischer von Amorgos gleichzeitig gegen die Überfischung und die Verschmutzung der Küsten vorgehen.

Ein Projekt des Vereins der Berufsfischer Amorgos und
des Künstlers Florian Reiche (DE/AT).

Die aktuelle Situation

Als eine Kykladen-Insel der Ägäis ist Amorgos jedes Jahr stärker von der Verschmutzung der Meere betroffen. Hauptsächlich Plastik verschmutzt die Küsten, besonders stark in den Buchten die im Winter den rauen Stürmen ausgesetzt sind. Mit hohem Seegang überspült die Brandung Buchten bis tief ins Land hinein und hinterlassen Strandgut.

Plastikmüll angeschwämmt in der Bucht Vlychada, Amorgos

Im Frühjahr, nach den heftigen Stürmen, sind die Buchten am stärksten betroffen vom Müll. Das Bergen ist an den meisten Stellen nur vom Meer aus möglich. Allgemein fehlen dafür, genauso wie für die Säuberung vom Land aus, die Mittel und Gelder. Das Einsammeln des Mülls ist jedoch gerade zu dieser Zeit wichtig, denn noch sind die meisten Plastikstücke von einer gut sichtbaren Größe. Mit der Brandung, den Winden und der stärker werdenden Sonneneinstrahlung wird aus Strandgut mit der Zeit sogenanntes Mikroplastik. Als solches dringt es dann in den Kreislauf der Natur ein und belastet die Flora und Fauna, letztendlich den Menschen.

Neben der Verschmutzung des Meeres und der Buchten gibt es in der Ägäis das Problem der Überfischung. Besonders die Fischer sind sich des Problems bewusst und suchen hier nach einer Lösung.

Der Verein der Berufsfischer Amorgos hat hier bereits vor Jahren und wiederholt dem Ministerium für ländliche Entwicklung in Griechenland ein Konzept vorgestellt um sowohl der Überfischung als auch der Verschmutzung entgegen zuwirken.

Um den Fischschwärmen Zeit für die Regeneration zu geben, wollen die Fischer in den Monaten April und Mai nicht zum fischen rausfahren. In diesen Monaten pflanzen sich die meisten Fischarten fort und diesem Prozess soll die nötige Zeit gegeben werden. Doch die Fischer brauchen eine bezahlte Tätigkeit um in diesen Monaten die Boote auszulasten und einen Verdienst zu haben. Der Verein der Berufsfischer Amorgos hat daher versucht über das Ministerium für ländliche Entwicklung bestehende Gelder der Europäischen Union zu erhalten, die die Unterstützung des Maritimen lebens und der Fischerei als Ziel haben. Mit diesem Geld sollen die Fischer für besagten Zeitraum bezahlt werden, wenn sie nicht zum Fischen rausfahren, sondern um Plastik und Strandgut aus den Buchten zu holen. Leider wurde dieses Konzept seitens des Ministeriums mehrmals abgewiesen.

Das Projekt

Die Zeit steht nicht still und der Verein der Berufsfischer Amorgos möchte aktiv werden, aus diesem Grund rufen wir das Projekt AMORGORAMA in's Leben. Wir wollen über Spenden das notwendige Geld auftreiben um möglichst viele Kaìkis im Frühjahr 2020 Buchten der Insel Amorgos säubern lassen zu können und damit gleichzeitig der Unterwasserwelt eine Pause zu Regenerierung bieten.

Die Vision

Wir sehen AMORGORAMA nicht als eine Lösung für das Problem, sondern als Pilot Projekt das aufzeigen soll, wie wir den Umweltbedingungen in Zukunft mit innovativen Konzepten entgegentreten könnten. Die Vision ist, dass es zu einer Adaptierung des Berufs des Fischers kommt, in der die Resourcen und die Infrastruktur vor Ort am besten genutzt werden um mit der bestehenden Situation umzugehen.

Es soll gezeigt werden, welche positiven Auswirkungen ein solches Projekt haben kann, um in der Zukunft dieses Konzept zu optimieren und auf Dauer über nationale und/oder europäische Gelder zu finanzieren. Aus diesem Grund sollen die Aktionen der Fischer im Frühjahr 2020 dokumentarisch begleitet werden. Gleichzeitig soll die Dokumentation das Projekt transparent machen und zeigen was mit dem aufgebrachten Geld ermöglicht wurde.